danielsuperstar.de startseite
 
Registrierung Kalender Mitgliederliste Teammitglieder Suche Häufig gestellte Fragen Zur Startseite

danielsuperstar.de - Forum » Wir und unser Leben » Kunst, Literatur und Poesie » Passagen aus Büchern - Zum Nachdenken und Träumen » Hallo Gast [Anmelden|Registrieren]
Letzter Beitrag | Erster ungelesener Beitrag Druckvorschau | An Freund senden | Thema zu Favoriten hinzufügen
Neues Thema erstellen Antwort erstellen
Zum Ende der Seite springen Passagen aus Büchern - Zum Nachdenken und Träumen
Autor
Beitrag « Vorheriges Thema | Nächstes Thema »
Isis Isis ist weiblich
Daniel Superfan Grande Superio


images/avatars/avatar-10391.gif

Dabei seit: 29.10.2003
Beiträge: 9.599
Herkunft: Nähe Graz (Österreich)

Passagen aus Büchern - Zum Nachdenken und Träumen Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Da ich immer wieder Zitate und Textpassagen aus Büchern abtippe und sammle, habe ich mir gedacht, ich mache hier auch mal einen Thread auf, weil sie meiner Meinung nach nicht immer unbedingt in den Sprüche-Thread passen.

Und dann fang ich gleich mal an, mit ein paar Stellen aus der Highland-Saga von Diana Gabaldon.

„Ich glaube, jeder hat einen winzigen Platz in sich, etwas ganz und gar Privates, das er für sich behält. Es ist wie eine kleine Festung, in der der allerprivateste Teil von einem lebt – vielleicht ist es eine Seele, vielleicht etwas, was einen zu der Person macht, die man ist und die einen von den anderen unterscheidet.
Dieses Stückchen zeigt man niemals, höchstens jemandem, den man sehr liebt…“


Denn wo Liebe ist, sind Worte überflüssig. Liebe ist alles. Sie ist unvergänglich. Und sie ist genug.

Diana Gabaldon: "Feuer und Stein"
Goldmann, ISBN 3442437725


„Es gibt Dinge, für die es sich zu sterben oder zu hungern lohnt – aber Worte gehören nicht dazu.“
„Vielleicht nicht diese Worte.“
Er wandte sich mir zu; seine Gesichtszüge verschwammen im Sternenschein, doch in einem Mundwinkel erschien die Spur eines Lächelns.
„Kennst du denn Worte, die es wert wären?“
Ich sah ihn an und lehnte mich an den Fensterrahmen.
„Was ist mit – ‚Ich liebe dich’?“
Er streckte die Hand aus und berührte mein Gesicht. Ein Lufthauch strich an uns vorbei, und ich sah, wie sich die Härchen an seinem Arm aufrichteten.
„Aye“, flüsterte er. „Die schon.“


„Es dauert nur einen Augenblick, doch man meint, dass es niemals enden wird. Seltsam, nicht wahr? Man kann fast zusehen, wie das Licht schwindet – und doch gibt es keinen Zeitpunkt, an dem man sagen könnte: ‚Jetzt! Jetzt ist es Nacht!’“

Diana Gabaldon: "Der Ruf der Trommel"
Blanvalet, ISBN 3442361087

__________________
"Die Menschen haben diese Wahrheit vergessen", sagte der Fuchs.
"Aber du darfst sie nicht vergessen.
Du bist zeitlebens für das verantwortlich, was du dir vertraut gemacht hast".

Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Isis: 24.04.2009 21:48.

16.04.2009 19:57 Isis ist offline E-Mail an Isis senden Homepage von Isis Beiträge von Isis suchen Nehmen Sie Isis in Ihre Freundesliste auf Fügen Sie Isis in Ihre Kontaktliste ein
danielmania danielmania ist weiblich
Danielfan Brilliant


images/avatars/avatar-10398.jpg

Dabei seit: 25.03.2003
Beiträge: 40.165
Herkunft: Rheinlandpfalz... ganz oben

Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

*danke* Isis...da hattest du wirklich eine gute Idee...

ich lese oft und gerne erstmal Leseproben von Büchern...und wenn diese mein Interesse erwecken...kaufe ich mir das Buch...

Passagen hier zu veröffentlichen...die ein bisschen nachhallen und zum Nachdenken anregen...find ich klasse...
17.04.2009 08:10 danielmania ist offline E-Mail an danielmania senden Beiträge von danielmania suchen Nehmen Sie danielmania in Ihre Freundesliste auf
Isis Isis ist weiblich
Daniel Superfan Grande Superio


images/avatars/avatar-10391.gif

Dabei seit: 29.10.2003
Beiträge: 9.599
Herkunft: Nähe Graz (Österreich)

Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Das freut mich wirklich, dass dir die Idee gefällt. *freudig* Gruppe
Ich so auch schon auf einige gute Bücher gestoßen und ich lese allgemein gerne welche, die mir empfohlen worden sind.


Jetzt hab ich noch was aus "Unten am Fluss". Die Zeichentrickserie dazu habe ich als Kind immer gerne geschaut und vor ein paar Jahren bin ich dann zufällig über das Buch gestolpert, zu einem Zeitpunkt, wo ich überhaupt nicht mehr daran gedacht habe. Aber es gehört eindeutig zu meinen Lieblingsbüchern. *freudig*


Ans Ende der Zeit voll Unruhe und Angst gelangen! Die Wolke, die über einem hing, sich heben und sich zerstreuen sehen – die Wolke, die das Herz unempfindlich und das Glück zu nicht mehr als einer Erinnerung machte! Dies ist zum mindesten eine Freude, die beinahe jedes lebende Geschöpf erfahren haben muss.


Wir nehmen das Tageslicht als selbstverständlich hin. Aber mit dem Mondlicht ist das etwas anderes. Es ist unbeständig. Der Mond nimmt ab und wieder zu. Wolken können ihn in einem Ausmaß verdunkeln, wie sie es beim Tageslicht nicht vermögen. (…) Wir brauchen das Tageslicht, und in gewissem Maß ist es eine Frage der Nützlichkeit, aber das Mondlicht brauchen wir nicht. Wenn es kommt, dient es keiner Notwendigkeit. Es verwandelt. Es fällt auf Böschungen und das Gras, trennt einen langen Halm von dem anderen, verwandelt eine Wehe brauner, mit Reif überzogener Blätter aus einem einzigen Haufen in zahllose blitzende Splitter oder schimmert längs nassen Zweigen, als ob das Licht selbst dehnbar wäre. Seine langen Strahlenbündel strömen weiß und scharf zwischen die Baumstämme, aber ihre Klarheit vergeht, wenn sie bei Nacht in die dunkle Ferne von Buchenwäldern zurückweichen. (…) Wir nehmen das Mondlicht nicht als selbstverständlich hin. Es ist wie der Schnee oder der Tau an einem Julimorgen. Es enthüllt nicht, sondern verwandelt, was es bedeckt.


Richard Adams: "Watership Down - Unten am Fluss"
Beltz, ISBN 3407740107

__________________
"Die Menschen haben diese Wahrheit vergessen", sagte der Fuchs.
"Aber du darfst sie nicht vergessen.
Du bist zeitlebens für das verantwortlich, was du dir vertraut gemacht hast".

17.04.2009 23:34 Isis ist offline E-Mail an Isis senden Homepage von Isis Beiträge von Isis suchen Nehmen Sie Isis in Ihre Freundesliste auf Fügen Sie Isis in Ihre Kontaktliste ein
Isis Isis ist weiblich
Daniel Superfan Grande Superio


images/avatars/avatar-10391.gif

Dabei seit: 29.10.2003
Beiträge: 9.599
Herkunft: Nähe Graz (Österreich)

Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Und wieder was aus der Highland-Saga, aus dem vierten Band "Der Ruf der Trommel".

„Manche Leute würden sagen, dass einem das, was man nie gehabt hat, auch nicht fehlen kann – dass es besser ist, überhaupt nichts zu wissen.“
„Manche Leute sind dumm. Oder feige.“


Jamie stand völlig still, spürte sein Herz schlagen, sah zu. Es war einer von diesen seltsamen Augenblicken, die er selten erlebte, aber nie wieder vergaß. Ein Augenblick, der sich in Herz und Verstand prägte und den er sich für den Rest seines Lebens jederzeit bis ins kleinste Detail wieder vor Augen rufen konnte.
Unmöglich zu sagen, was einen solchen Augenblick von allen anderen unterschied, doch er erkannte ihn, wenn er kam. Er hatte schon viel grauenhaftere und auch schönere Anblicke gesehen, und doch waren sie ihm nur flüchtig und verschwommen in Erinnerung geblieben. Doch diese – die Zeitstillstände, wie er sie insgeheim nannte – sie kamen ohne Vorwarnung, um ihm ein zufälliges Bild von den alltäglichsten Dingen unauslöschlich ins Hirn zu brennen.


Es war blindes Vertrauen – sein Herz über einen Abgrund zu werfen und darauf zu bauen, dass jemand anders es auffangen würde. Seines befand sich immer noch im Flug über das Nichts, und die Landung war unsicher. Doch es flog noch.

Diana Gabaldon: "Der Ruf der Trommel"
Blanvalet, ISBN 3442361087

__________________
"Die Menschen haben diese Wahrheit vergessen", sagte der Fuchs.
"Aber du darfst sie nicht vergessen.
Du bist zeitlebens für das verantwortlich, was du dir vertraut gemacht hast".

24.04.2009 21:48 Isis ist offline E-Mail an Isis senden Homepage von Isis Beiträge von Isis suchen Nehmen Sie Isis in Ihre Freundesliste auf Fügen Sie Isis in Ihre Kontaktliste ein
Isis Isis ist weiblich
Daniel Superfan Grande Superio


images/avatars/avatar-10391.gif

Dabei seit: 29.10.2003
Beiträge: 9.599
Herkunft: Nähe Graz (Österreich)

Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Ein Zitat aus einem Buch, das ich eben erst fertig gelesen habe und das mir im Großen und Ganzen gar nicht gefallen hat. Grinsen1
Aber das hier kann ich nur unterstreichen. daumenhochG

Für die meisten Menschen ist eine Veränderung mehr oder weniger Glückssache. Wir bemerken die verwandelnden Kräfte einer Erfahrung, einer Person oder eines Ereignisses erst, nachdem wir versehentlich darüber gestolpert sind. Pferde geben uns die Chance, Veränderung zu suchen, indem sie uns als Partner so herausfordern und in Beschlag nehmen, dass es schwierig ist, mit ihnen zu tun zu haben, ohne davon entscheiden geprägt zu werden.

Mary D. Midkiff: "Die ohne Flügel fliegen"
Heyne, ISBN 3453196961

__________________
"Die Menschen haben diese Wahrheit vergessen", sagte der Fuchs.
"Aber du darfst sie nicht vergessen.
Du bist zeitlebens für das verantwortlich, was du dir vertraut gemacht hast".

18.05.2009 16:01 Isis ist offline E-Mail an Isis senden Homepage von Isis Beiträge von Isis suchen Nehmen Sie Isis in Ihre Freundesliste auf Fügen Sie Isis in Ihre Kontaktliste ein
Isis Isis ist weiblich
Daniel Superfan Grande Superio


images/avatars/avatar-10391.gif

Dabei seit: 29.10.2003
Beiträge: 9.599
Herkunft: Nähe Graz (Österreich)

Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

So, jetzt habe ich "Der Schatten des Windes" fertig, ein Buch, das mir eine Kollegin geschenkt hat, weil sie der Meinung war, dass man so ein gutes Buch einfach behalten muss. Und Recht hatte sie, das Buch ist großartig. *freudig*


Jedes Buch hat eine Seele. Die Seele dessen, der es geschrieben hat, und die Seele derer, die es gelesen und erlebt und von ihm geträumt haben. Jedes Mal, wenn ein Buch in andere Hände gelangt, jedes Mal, wenn jemand den Blick über die Seiten gleiten lässt, wächst sein Geist und wird stark.

Bald befiel mich der Gedanke, hinter dem Einband jedes einzelnen dieser Bücher tue sich ein unendliches, noch zu erforschendes Universum auf und jenseits dieser Mauern verschwendeten die Menschen ihr Leben an Fußballnachmittage und Radioserien, zufrieden damit, kaum über ihren Nabel hinauszusehen.

Einmal hörte ich einen Stammkunden in der Buchhandlung meines Vaters sagen, wenige Dingen prägten einen Leser so sehr wie das erste Buch, das sich wirklich einen Weg zu seinem Herzen bahne. Diese ersten Seiten, das Echo dieser Worte, die wir zurückgelassen glauben, begleiten uns ein Leben lang und meißeln in unserer Erinnerung einen Palast, zu dem wir früher oder später zurückkehren werden, egal, wie viele Bücher wir lesen, wie viele Welten wir entdecken, wie viel wir lernen oder vergessen.

Ein Geheimnis ist so viel wert wie der, der es uns anvertraut.

Eine der Besonderheiten der Kindheit ist, dass man etwas nicht zu begreifen braucht, um es zu spüren. Ist dann der Verstand schließlich in der Lage, das Geschehene zu verstehen, so sind die Wunden im Herzen schon zu tief.

„Diese Welt wird nicht von der Atombombe zerstört werden, wie uns die Zeitungen weismachen wollen, sondern sie wird sich totlachen, wird an Banalität umrunde gehen, weil sie aus allem einen Witz macht, einen schlechten noch dazu.“

„Irgend jemand hat mal gesagt, in dem Moment, wo man sich damit aufhält, darüber nachzudenken, ob man jemanden liebt, hat man schon für immer aufgehört, in zu lieben.“


Carlos Ruiz Zafón: "Der Schatten des Windes"
Suhrkamp, ISBN 3518458000

__________________
"Die Menschen haben diese Wahrheit vergessen", sagte der Fuchs.
"Aber du darfst sie nicht vergessen.
Du bist zeitlebens für das verantwortlich, was du dir vertraut gemacht hast".

22.06.2009 21:39 Isis ist offline E-Mail an Isis senden Homepage von Isis Beiträge von Isis suchen Nehmen Sie Isis in Ihre Freundesliste auf Fügen Sie Isis in Ihre Kontaktliste ein
Baumstruktur | Brettstruktur
Gehe zu:
Neues Thema erstellen Antwort erstellen
danielsuperstar.de - Forum » Wir und unser Leben » Kunst, Literatur und Poesie » Passagen aus Büchern - Zum Nachdenken und Träumen

Forensoftware: Burning Board 2.3.2, entwickelt von WoltLab GmbH